Finger weg von Plattfüßen!


Anatomische Variante
Finger weg von Plattfüßen!
mauritius images / Andriy Popov / Alamy / Alamy Stock Photos

Plattfüße müssen behandelt werden, sonst drohen üble Folgen - das ist seit jeher das Credo in der Orthopädie. Doch amerikanische Sportmediziner*innen fordern jetzt ein Umdenken beim Thema Plattfuß.

Mit Einlagen und orthopädischem Schuhwerk traktiert

Jahrzehntelang war der Plattfuß im Visier der Orthopäd*innen. Man vermutete, dass durch das fehlende Fußgewölbe die Biomechanik beim Stehen und Gehen gestört wird. Das wiederum sollte nicht nur zu Schmerzen an Knien oder Unterschenkel führen. Ebenso sollte durch die plattfußbedingt gestörte Biomechanik die Gefahr für Verletzungen steigen, und zwar sowohl im Sport als auch im Alltag. Deshalb galt eins als klar: Auch ein Plattfuß ohne jegliche Beschwerden gehört behandelt. Vor allem kamen dabei Einlagen oder orthopädisches Schuhwerk zum Einsatz, in manchen Fällen griff man sogar zum Skalpell.

Gesunde anatomische Variante

Amerikanische Sportmediziner*innen sehen das anders. Jüngste Untersuchungen haben nämlich ergeben, dass es zwischen den oben genannten Schmerzsyndromen und den Plattfüßen keinen entscheidenden Zusammenhang gibt. Auch für eine erhöhte Verletzungsgefahr durch Plattfüße konnten keine Belege gefunden werden. Angeborene beschwerdefreie Plattfüße sind deshalb in der Regel keine Deformität, die man ärztlich behandeln muss, bekräftigen die Sportmediziner*innen. Stattdessen sollte man sie als gesunde anatomische Variante verstehen.

Ausnahme: erworbene Plattfüße

Entwickelt sich derPlattfuß jedoch erst im Lauf des Lebens, machen eine Diagnostik und eventuell Behandlung Sinn. Denn dahinter kann die Dysfunktion derjenigen Sehne stecken, die das Längsgewölbe aufrecht hält. Das führt auf Dauer zu Schmerzen und Problemen beim Gehen. Behandelt wird in diesen Fällen je nach Ursache und Ausmaß der Sehnenschwäche mit Physiotherapie oder einer Operation.

Quelle: British Journal of Sports Medicine

News

Schwangerschaft verändert die Augen
Schwangerschaft verändert die Augen

Trockene Augen, Kurzsichtigkeit

Unscharfes Sehen, trockene Augen oder plötzlich schlecht sitzende Kontaktlinsen: Eine Schwangerschaft kann auch die Augen verändern. Bestimmte Sehstörungen sollten werdende Mütter jernst nehmen und ärztlich abklären lassen.   mehr

Vitamin D senkt Krebssterberate
Vitamin D senkt Krebssterberate

Nicht nur Knochenschutz

Vitamin D schützt nicht nur vor Osteoporose. Es verhindert auch Krebstodesfälle. Wieviele das bei einer Anreicherung von Lebensmitteln mit Vitamin D wären, hat das Deutsche Krebsforschungszentrum vorgerechnet.   mehr

Befreiung von der Rezeptgebühr
Ein Medikament wird in der Apotheke eingescannt. In der Regel muss eine Rezeptgebühr bezahlt werden.

Bei Krankenkassen beantragen

Für Patient*innen mit häufigen Verschreibungen bedeuten die jährlichen Rezeptgebühren eine erhebliche finanzielle Belastung. Abhilfe verspricht eine Zuzahlungsbefreiung von der Krankenkasse. Doch welche Voraussetzungen sind für eine Befreiung notwendig?   mehr

Statine zur Vorbeugung
Statine zur Vorbeugung

Im Alter keine Vorteile

Statine senken den Cholesterinspiegel und beugen so Herzinfarkten und Schlaganfällen vor. Viele Menschen nehmen sie über Jahre ein. Doch macht die Einnahme auch im höheren Alter immer Sinn?   mehr

Erkältungssäfte sicher anwenden
Erkältungssäfte sicher anwenden

Vergiftungsgefahr für Kleinkinder

Pseudoephedrin ist hilfreich bei Erkältungen, kann aber bei falscher Anwendung Vergiftungen verursachen. Eine Auswertung deutscher Giftinformationszentren zeigt: Besonders häufig betroffen sind Kinder unter sechs Jahren.   mehr

Alle Neuigkeiten anzeigen

Ratgeber Thema im Oktober

Darmbakterien als Gesundheitshelfer

Darmbakterien als Gesundheitshelfer

Probiotika im Einsatz

Ob für eine gesunde Verdauung, zur Unterstützung des Immunsystems oder als Begleiter beim Abnehmen: ... Zum Ratgeber
Bahnhof-Apotheke
Inhaber Ingo Klein
Telefon 02243/61 77
Fax 02243/63 82
E-Mail info@bahnhof-apotheke-eitorf.de